Über mich

Ich heiße Martin.

Ich mag es gern gemütlich, was daran liegen mag, dass ich quasi unter einer sehr alten Blutbuche groß geworden bin.

Seit Jahren begleitet mich die Frage, wie wir Miteinander und mit unserer Umwelt umgehen wollen. Den Umgang, den wir gerade als Gesellschaft praktizieren, mit einem Ökologischen Fussabdruck, der mehr als eine Erde benötigt, der immer noch auf Wachstum setzt, Menschen und Böden ausbeutet, und in dem 147 Firmen den Großteil der Weltwirtschaft kontrollieren (Studie ETH Zürich), den kann ich immer weniger mitgehen.

Ich bin aber so ehrlich festzustellen, dass ich es immer noch tue. Vielleicht weil ich gemütlich bin, aber sicher auch weil ich es Jahrzehnte anders gelernt habe. Und da, wo ich nun mal lebe, ist dieser Prozess vom Bewusstsein hin zur Umsetzung eines sozialen und umweltgerechten Lebens noch nicht abgeschlossen. Darauf kommt es aber auch nicht unbedingt an. Loszugehen, Schritt für Schritt, darauf schon.

Die Mitarbeit in einer solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) gab mir den letzten Impuls und viel Wissen, den nachhaltigen Weg nicht nur zu denken, sondern immer entschlossener auch zu gehen.

Dafür braucht es neues, selbstbestimmtes Denken, Freude und Mut, aber auch eine gute soziale Gemeinschaft.

Mein bisheriger Weg führte mich von der Schlosserei über die Konstruktion, die technische Leitung, in den psychosozialen Bereich als Anleiter für psychisch Kranke (Werkstatt, Hauswirtschaft und Garten) und aktuell auf einen Demeterhof als Gärtner und Allrounder. Die Mitarbeit im Orga-Team einer SoLaWi lehrte mich, wie viel klare, achtsame Kommunikation bewirken kann. Die Tatsache zwei Kinder zu haben, richtet den Fokus automatisch dahin, dass auch weitere Generationen auf dieser Steinkugel leben wollen.

Ein schwerer Unfall zeigte mir, dass das Leben endlich ist und man die Zeit, die man hat, lieber wert- und würdevoll leben sollte.

Mein Wunsch und Anliegen ist es Möglichkeiten zu finden, wie wir das was wir wissen so umsetzen, dass wir nicht im Mangel sondern in Freude denken und leben. Mein Wunsch und Anliegen ist es auch, Dinge pragmatisch umzusetzen. Es darf einfach sein. Denn eines ist klar: wir haben kein Wissensdefizit sondern ein Umsetzungsdefizit.

Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer!

(Antoine de Saint-Exupéry)

Praktiker – Naturbegeisterter – Allrounder – Hobbyschreiber – Genießer – Träumer